Mit der Zielsetzung der beruflichen Aktivierung sieht sich der Berufsrückkehrer, der Wiedereinsteiger und Alleinerziehende einer Doppel- bzw. Dreifachbelastung ausgesetzt. Koordination, Motivation und Aktivierung stehen somit den offenen Fragen der Kinderbetreuung, Familie, Arbeitszeit, und berufliche Qualifikation des einzelnen Teilnehmers gegenüber.
Berufsrückkehr und Wiedereinstieg sind nach wie vor Angelegenheiten der weiblichen Erwerbsbiographie. Der Grund: auch wenn sich heute immer mehr Männer aktiv an Familienleben und Erziehung beteiligen, sind es gerade mal 5% der Väter, die ihr Recht auf Erziehungsurlaub geltend machen. Von hundert Frauen im Erziehungsurlaub kehren nur 45 an ihren alten Arbeitsplatz zurück. Grund ist häufig die fehlende Möglichkeit, nach dem Wiedereinstieg halbtags zu arbeiten. Es existiert zwar ein gesetzlich verbrieftes Recht auf eine Teilzeitstelle nach der Erziehungsphase, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass es mit dem Betriebsablauf zu vereinbaren ist. In der Praxis kann das bedeuten: Teilzeitstelle ja, jedoch nicht als Programmiererin, sondern in der Telefonzentrale des Unternehmens. Berufsrückkehrerinnen müssen sich nach einer mehr oder weniger langen Familienphase der großen Konkurrenz auf einem übersättigten Arbeitsmarkt stellen. Es fehlen Gelder, und Stellen werden eher gestrichen, als neu besetzt. Falls doch, so entsteht der Eindruck, der Personalleiter habe die Wahl zwischen 500 potentiellen Bewerbern, die nicht nur jung und hochqualifiziert, sondern auch mobil und überaus flexibel sind. Frauen nach der Familienphase, auch diejenigen, die nur ein oder zwei Jahre aus dem Beruf ausgestiegen waren, gelten in diesem Szenario als schwer vermittelbar. Da ist die geringe Mobilität: Familienfrauen sind bei der Arbeitssuche normalerweise auf die Region beschränkt, und selbst in die Nachbarstadt zu pendeln bedeutet für die Mutter von zwei kleinen Kindern eine große Organisationsleistung. Hinzu kommt: je länger man nicht im eigenen Beruf gearbeitet hat, desto schwieriger ist es, den Anschluss zu finden. Wer nach 15 oder mehr Jahren wieder beruflich Fuß fassen will, hat es schwer. In Zeiten, in denen sich das Wissen rasant weiterentwickelt und Arbeitsanforderungen sich entsprechend schnell wandeln, sind berufliche Qualifikationen nach einem längeren Ausstieg kaum noch verwertbar.
Ziel unserer Maßnahme ist die realistische Einschätzung der eigenen Kompetenzen und Chancen auf dem Arbeitsmarkt sowie eigenständiges Bewerbungsmanagement. Im Rahmen individueller Coachingprozesse erhalten unsere Teilnehmer darüber hinaus im Modul „Mit Kompetenz handeln“ eine intensive Unterstützung bei der Suche und Vermittlung einer betrieblichen Eignung bei einem Arbeitgeber im Anschluss an die Maßnahme.
Sie erfahren in der DAA-Maßnahme "Ressourcen mobilisieren und kombinieren ind."
sich ihrer persönlichen Stärken bewusst zu werden,
eigene (berufsbezogene) Interessen zu entdecken,
Ideen für passende Arbeitsstellen/Ausbildungsberufe zu entwickeln und/oder
sich Orientierungshilfen von Profis für die nächsten Schritte im Berufswahlprozess einzuholen und vieles mehr .....
Unterricht: Mo. - Fr.: 07.30 -12:15 Uhr; Kernzeit (Präsenzpflicht): 08:30 - 11:00 Uhr